American Airlines rüstet seine Airbus A319-Flotte um, um mehr First-Class-Sitze unterzubringen, ohne die Anzahl der Economy-Sitze zu reduzieren. Das Ergebnis? Flugbegleiter haben jetzt Schwierigkeiten, Platz zum Arbeiten zu finden, und Passagiere müssen sich möglicherweise im Gang anstellen, da die Toiletten zunehmend überlastet sind.
Erstklassige Erweiterung zum Preis
Durch den Einbau einer zusätzlichen Sitzreihe erhöht die Airline die First-Class-Kapazität von 8 auf 12 Sitzplätze. Dies geschieht, ohne dass Bussitze entfernt werden müssen, wodurch effektiv mehr Premium-Sitzplätze auf dem gleichen Raum untergebracht werden. Während American darauf abzielt, den Umsatz durch den Verkauf von mehr Premium-Sitzen zu steigern – ein Schritt, der auf die Nachfrage der Branche zurückzuführen ist –, gehen die Änderungen auf Kosten des Komforts für Passagiere und Besatzung.
Layoutänderungen und Platzmangel
Um die zusätzliche First-Class-Reihe unterzubringen, entfernt die Fluggesellschaft die Fernsehbildschirme in den Sitzlehnen der älteren A319-Modelle. Noch wichtiger ist, dass zwei Toiletten an die Stelle verlegt wurden, an der sich früher die Bordküche befand, was den Arbeitsbereich für Flugbegleiter weiter verkleinert.
Eine Flugbegleiterin berichtet, dass es „keinen anderen Weg gibt, als mit all den anderen Passagieren, die auf die Toilette gehen wollen, im Gang zu stehen.“ American hat sogar einen Notsitz an einer der Toilettentüren installiert, um Platz zu sparen – eine Entscheidung, die Berichten zufolge ein früheres Versprechen des ehemaligen CEO Doug Parker bricht.
Vergleich mit anderen Fluggesellschaften
Der Ansatz steht im Gegensatz zu United Airlines, die in ihren A319 ebenfalls 12 First-Class-Sitze anbietet, dies jedoch durch eine Reduzierung der Anzahl der Busreihen erreicht. Delta behält jedoch eine ähnlich enge Sitzkonfiguration bei.
Die Nachrüstungen sind bereits im Einsatz, wobei das Flugzeug N9002U als erstes die Änderungen durchlief. Die Entscheidung der Fluggesellschaft unterstreicht den anhaltenden Trend, dass Fluggesellschaften durch Maximierung der Sitzplatzdichte die Generierung von Einnahmen über den Komfort für Passagiere und Besatzung stellen, auch wenn dies Einbußen bei der nutzbaren Fläche bedeutet.
Der Schritt unterstreicht eine umfassendere Herausforderung für die Branche: Fluggesellschaften suchen ständig nach Möglichkeiten, den Gewinn aus begrenztem Kabinenraum zu maximieren, oft auf Kosten des Passagiererlebnisses und der Arbeitsbedingungen der Besatzung.
























