Für American-Express-Karteninhaber kommt es zu einem erheblichen Wandel in der Premium-Reiselandschaft. Nach einer langjährigen Partnerschaft wird American Express seinen Vertrag mit der Lufthansa Group über den Lounge-Zugang mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 kündigen.
Diese Änderung markiert das Ende eines bestimmten Vorteils innerhalb der „Global Lounge Collection“ von Amex, der Premium-Karteninhabern in der Vergangenheit je nach Mitgliedsstufe und Flugklasse Zugang zu verschiedenen von Lufthansa betriebenen Lounges ermöglichte.
Die aktuellen Vorteile sind gefährdet
Bis zum Ablauf dieser Vereinbarung boten die Karten Amex Platinum und Centurion abgestuften Zugang zum Lounge-Netzwerk der Lufthansa:
- Inhaber einer Amex Platinum-Karte: Sie haben Zugang zu den Lufthansa Business Lounges, wenn Sie in der Economy Class reisen, oder zu den Lufthansa Senator Lounges, wenn Sie in der Business Class reisen.
- Amex Centurion Card-Inhaber: Besitzen die höchste Zugangsstufe und gewähren Zutritt zu den Lufthansa First Lounges (in Frankfurt und München), unabhängig von der Serviceklasse des Passagiers. Hinweis: Das Lufthansa First Class Terminal bleibt von dieser Vereinbarung ausgenommen.
Sobald der Stichtag erreicht ist, verschwinden diese direkten Zugriffsrechte. Platinum-Mitglieder haben nur dann Zugang zu Lufthansa-Lounges, wenn diese spezifischen Standorte Teil des Priority Pass -Netzwerks sind, das eine andere, oft indirektere Form des Zutritts bietet.
Warum das wichtig ist: Der sich verändernde Wert von Premiumkarten
Die Streichung dieses Vorteils ist ein deutlicher Schlag für das „Lifestyle“-Wertversprechen der Amex Platinum-Karte. Für viele Reisende war die Möglichkeit, ihr Lounge-Erlebnis zu „verbessern“ – etwa wenn ein Platinum-Mitglied in der Business Class Zugang zu einer Senator Lounge erhält – ein wichtiger Grund, die mit der Karte verbundene hohe Jahresgebühr beizubehalten.
Während die spezifischen Gründe für die Spaltung noch unbestätigt sind, spielen wahrscheinlich mehrere Branchentrends eine Rolle:
- Strategische Neuausrichtung: Partnerschaften zwischen Finanzinstituten und Fluggesellschaften sind selten dauerhaft. Da Fluggesellschaften versuchen, ihre Einnahmen zu maximieren, stellen sie möglicherweise fest, dass Lounge-Zugangsvereinbarungen mit Drittanbietern nicht mehr so profitabel sind wie der Verkauf direkter Lounge-Mitgliedschaften oder die Priorisierung ihrer eigenen Vielfliegerprogramme.
- Kapazität und Gedränge: Lufthansa-Lounges sind notorisch stark frequentierte Knotenpunkte. Die Verringerung des Zustroms von Nicht-Airline-Passagieren (Personen, die über Kreditkartenpartnerschaften zugreifen) könnte möglicherweise das Erlebnis für Premium-Passagiere und Vielflieger der Lufthansa verbessern.
- Kosten vs. Wert: Es ist möglich, dass die Kosten für American Express für die Aufrechterhaltung dieser Zugriffsrechte auf ein Niveau gestiegen sind, das nicht mehr mit den strategischen Zielen der Karte übereinstimmt.
Blick nach vorne
Auch wenn das Jahr 2026 in weiter Ferne zu liegen scheint, ist die Ankündigung ein klares Signal für High-End-Reisende, dass sich das „Vergünstigungs-Ökosystem“ in ständigem Wandel befindet. Da Fluggesellschaften und Kreditkartenherausgeber ihre Konditionen neu verhandeln, werden sich die spezifischen Luxusangebote für Premium-Karteninhaber weiterentwickeln.
Schlussfolgerung: Die Kündigung des Amex-Lufthansa-Lounge-Vertrags stellt eine Einschränkung der Vorteile für Premium-Karteninhaber dar, was wahrscheinlich auf eine Verschiebung der wirtschaftlichen Interessen zwischen der Fluggesellschaft und dem Kreditkartenaussteller zurückzuführen ist.























