Sie sind laut. Sie sind chaotisch. Sie sind genau dort, wo Sie sein möchten, wenn der Winter am härtesten ist.
An der Küste der Itoshima-Halbinsel. Nur eine kurze Zugfahrt von Fukuokas mit Lebensmitteln überfüllten Straßen entfernt. In der Stadt wimmelt es von heißen Töpfen und Karren, aber hier lässt das Tempo nach. Das Wasser ist kalt. Die Luft ist frisch. Die Menschen hier draußen leben nicht nach der Uhr, sondern nach den Jahreszeiten. Und gerade jetzt ist Austernzeit.
Das Party-Setup
Vergessen Sie Reservierungen für ruhigere Dinge. Sie sollten im Voraus buchen. Die kakigoya – diese winzigen B.Y.O.B. An den Docks tauchen immer wieder Hütten auf, die am Wochenende voll sind.
Stellen Sie sich Folgendes vor: Bunte Plastikponchos, die im Wind flattern. Grills summen über Stapeln roher Austern. Direkt hinter den Hütten standen Boote aufgereiht.
Direkt aus dem Meer. Direkt auf die Hitze. Keine Kühlschrankzeit. Kein Aufschlag von Zwischenhändlern. Nur frische Schalentiere und alle Getränke, die Sie auf die Plattform geschleppt haben.
Namie Hitaka leitet Nishinmaru, einen dieser Hubs. Bevor sie die festen Stände hatten, wurden dort Proben gegrillt. Hoffe auf Verkäufe. Ich hoffe, dass die Leute hier bleiben. Jetzt? Massenweise kommen Busse an.
„Direkt kaufen bedeutet zwei Dinge. Günstige Preise. Unglaubliche Frische.“
Warum schmeckt es so gut? Die Einheimischen werden es Ihnen sagen. Flüsse fließen von den Bergen ins Meer und transportieren Mineralien, die das Fleisch cremig und reichhaltig machen.
Explosionen und Aufregung
Beim Grillen von Austern in der Schale kollidieren Physik und Chemie. Sie dämpfen im eigenen Saft, bis das Scharnier nachgibt.
Öffne sie. Essen. Oder schauen Sie zu, wie einer explodiert.
Ja, sie explodieren. Dann baut sich unter der Schale ein Druck auf – Knall. Splitter fliegen. Jemand schreit. Du sagst „Ayy!“ gemeinsam. Es passiert. Es ist Teil des Spaßes.
Die Familie Sasaki gründete Shineimaru vor 25 Jahren als einer der Pioniere hier. Drei Generationen arbeiten jeden Tag im Winter Seite an Seite.
Früher züchteten sie Seebrasse. Die Futterpreise sind zu hoch. Die Mathematik ergab keinen Sinn mehr. Also sind sie auf Austern umgestiegen. Sie blieben. Sie gedeihen.
Der „Waku Waku“-Effekt
Im Japanischen gibt es ein Wort: waku waku.
Es ist diese sprudelnde, ängstliche Aufregung, kurz bevor etwas passiert. Man hört es am Bahnhof auf Itoshima. Alte Leute sagen es. Kinder sagen es. Alle gehen zur Tagesparty zum Dock.
Es ist nicht nur Essen. Es ist Vorfreude.
Nishinmaru hält es einfach. Keine lange Speisekarte. Einfach Sachen aus dem Meer. Chiyo Hitaka Namies Schwiegertochter möchte, dass die Zutaten für sich selbst sprechen. Kein Überdecken mit Soße.
Sie kannte sich jedoch nicht immer mit Meeresfrüchten aus. Nicht wirklich.
Sie arbeitete früher für Kirin Beer in der Nähe. Beobachtete, wie Namie wie von Zauberhand Filet fische. Gefragt, um zu lernen. Ich fing an, wöchentlich ans Ufer zu gehen, um zu helfen.
Eines Tages ließ Namie die Bombe platzen.
Sie hatte einen Sohn. Er war unverheiratet.
Chiyo hatte vor seinem Beitritt noch nicht einmal viel Auster gegessen. Jetzt ist sie mit ihm verheiratet. Eingeheiratet in das Geschäft. Sie ist immer noch da, grillt, schält und heißt Fremde willkommen, die zu Freunden werden.
Das Frühjahrstauwetter naht. Der Andrang wird sich bald verringern.
Im Moment sind die Grills heiß. Das Bier ist kalt. Willst du neben ihnen sitzen?
























