Ein starker Wintersturm mit dem Namen „Gianna“ hat in der zweiten Woche in Folge zu weit verbreiteten Flugausfällen an der Ostküste geführt, sodass Millionen von Reisenden festsitzen oder Verspätungen haben. Bis Sonntagmorgen hatten die Fluggesellschaften bereits über 3.700 Flüge gestrichen, wobei die Störungen in den kommenden Tagen voraussichtlich anhalten werden. Das Unwetter, insbesondere starker Schneefall in den Carolinas, hat große Flughafendrehkreuze lahmgelegt und Auswirkungen auf das gesamte nationale Flugverkehrsnetz verursacht.
Große Flughäfen sind mit lähmenden Störungen konfrontiert
American Airlines musste die Hauptlast der Annullierungen tragen und über 425 Flüge streichen – etwa 13 % der geplanten Abflüge. Der Drehkreuz Charlotte Douglas International Airport (CLT) der Fluggesellschaft war besonders stark betroffen: 86 % der Samstagsabflüge wurden gestrichen und über die Hälfte der Sonntagsflüge wurden bereits eingestellt. Dieser jüngste Sturm ist besonders problematisch für American, das gerade erst begonnen hatte, sich von den größeren Störungen am vergangenen Wochenende an mehreren Drehkreuzen zu erholen.
Delta Air Lines war ebenfalls mit erheblichen Störungen konfrontiert und stornierte am Samstag über 500 Flüge aufgrund der schwierigen Bedingungen an ihrem Mega-Drehkreuz Atlanta Hartsfield-Jackson International Airport (ATL). Während die Stornierungen am Sonntag zurückgingen, als sich der Betrieb stabilisierte, waren die Auswirkungen erheblich. Der Raleigh-Durham International Airport (RDU) in North Carolina war an diesem Wochenende der am dritthäufigsten betroffene Flughafen.
Was Passagiere wissen müssen
Die Fluggesellschaften haben Reisewarnungen herausgegeben, die es Passagieren erlauben, den Flug gebührenfrei zu ändern, selbst bei restriktiven Basic-Economy-Tickets. Das US-Verkehrsministerium schreibt Rückerstattungen für annullierte oder erheblich verspätete Flüge (mindestens drei Stunden bei Inlandsflügen, sechs bei internationalen Flügen) vor, wenn Passagiere sich dafür entscheiden, nicht zu reisen.
Reisende mit bevorstehenden Reisen sollten die Wettervorhersagen an ihren Abflug-, Anschluss- und Zielflughäfen genau beobachten. Störungen können sich über die unmittelbare Flugbahn des Sturms hinaus ausbreiten und sogar Flughäfen mit klaren Bedingungen beeinträchtigen.
So entschärfen Sie das Reisechaos
So vermeiden Sie Chaos am Flughafen:
- Flüge proaktiv ändern: Nutzen Sie die Reiseverzichtserklärungen der Fluggesellschaften, um ohne Strafen umzubuchen.
- Airline-Apps nutzen: Vermeiden Sie lange Kundendienstwarteschlangen, indem Sie über mobile Apps umbuchen.
- Erwägen Sie alternative Routen: Wenn Sie eine Verbindung über Atlanta oder Charlotte herstellen, prüfen Sie eine Umleitung über weniger betroffene Drehkreuze.
- Kosten dokumentieren: Bewahren Sie Belege für eine mögliche Erstattung auf, wenn Sie gestrandet sind, insbesondere wenn Sie Reisekreditkarten mit Reiseversicherung verwenden.
Während Fluggesellschaften Gutscheine für Flugunterbrechungen versprechen, sind diese in der Regel für vom Luftfahrtunternehmen verursachte Probleme (z. B. Wartung) reserviert und gelten selten für wetterbedingte Störungen.
Das weitverbreitete Reisechaos unterstreicht die Fragilität des Flugverkehrs angesichts extremer Wetterbedingungen. Passagiere sollten wachsam, proaktiv und informiert bleiben, um diese Störungen effektiv zu bewältigen.
























