Southwest Airlines unterhält eine strenge Sitzplatzrichtlinie, die verhindert, dass Passagiere auf unbesetzte Sitzplätze wechseln, selbst wenn sie für bevorzugtes Boarding oder bestimmte Sitzplatzzuweisungen bezahlt haben. Dies wurde kürzlich deutlich, als einem Passagier in einer Notstandsreihe gesagt wurde, er solle zu seinem ursprünglich zugewiesenen Sitzplatz zurückkehren, nachdem er kurzzeitig auf einen freien Fensterplatz gewechselt war.
Das Kernthema der Fluggesellschaft ist das „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Boarding-Verfahren. Passagiere, die in Gruppen (A, B, C) einsteigen, haben den Vorteil, dass Passagiere mit früheren Einstiegsgruppen freie Plätze beanspruchen können. Allerdings ist es auch Passagieren, die für den bevorzugten Sitzplatz extra bezahlt haben, nicht gestattet, ihren Sitzplatz zu wechseln, nachdem ein Flugbegleiter die Sitzplatzzuweisung überprüft hat.
Die Regelung ist für Reisende frustrierend, insbesondere auf Flügen mit freien Sitzplätzen. Ein Passagier berichtete, er habe für einen Notsitz in der Reihe bezahlt, sei dann aber zwischen zwei anderen Passagieren eingeklemmt gewesen, während die angrenzenden Reihen spärlich besetzt blieben. Die Fluggesellschaft berücksichtigt keine Aufteilungsanfragen, selbst wenn Sitzplätze verfügbar sind.
Dies ist ein einzigartiger Aspekt des Geschäftsmodells von Southwest. Andere Fluggesellschaften gestatten den Passagieren im Allgemeinen, nach Abschluss des Boardings auf freie Sitzplätze umzusteigen. Southwest erzwingt jedoch die strikte Einhaltung der zugewiesenen Sitzplätze. Dies kann besonders für internationale Reisende, die mit den Praktiken der Fluggesellschaft nicht vertraut sind, verwirrend sein, wie ein europäischer Passagier zeigt, der sich erkundigt, warum er gebeten wurde, auf seinen zugewiesenen Sitzplatz zurückzukehren.
Bei der Sitzplatzpolitik von Southwest steht die betriebliche Effizienz über dem Komfort der Passagiere, was dazu führt, dass bezahlte Sitzplätze keine Flexibilität oder zusätzlichen Platz garantieren.
