Der teilweise Regierungsstillstand geht nun in die siebte Woche und die Folgen werden für Flugreisende zunehmend sichtbar. Unvorhersehbare Wartezeiten an Sicherheitskontrollen, mögliche Schließungen von Flughäfen und Personalmangel bei der TSA werden zur neuen Normalität. Reisende sollten sich auf erhebliche Störungen einstellen, wenn die Schließung anhält.

Warum sich der Shutdown auf den Flugverkehr auswirkt

Das Kernproblem ist die Finanzierung des Department of Homeland Security (DHS), insbesondere der Transportation Security Administration (TSA). TSA-Prüfer arbeiten ohne Gehaltsscheck, was zu steigenden Fehlzeiten und Kündigungen führt. Bis zum 31. Januar haben über 360 Prüfer gekündigt, wobei die Einsatzquote an manchen Tagen bis zu 10 % beträgt. Dies bedeutet, dass weniger Personal für die Bewältigung des gleichen Passagieraufkommens zuständig ist, was zu Engpässen und längeren Wartezeiten führt.

Welche Flughäfen sind am stärksten betroffen?

An mehreren Flughäfen kam es bereits zu erheblichen Verspätungen. Atlanta (ATL), New Yorks JFK, Houston Hobby (HOU), New Orleans (MSY) und Pittsburgh (PIT) haben durchweg hohe Anrufraten gemeldet. Die Situation ist unvorhersehbar, da die Wartezeiten an bestimmten Tagen stark ansteigen und schnell schwanken.

Der Philadelphia International Airport (PHL) hat bereits reagiert und mehrere Kontrollpunkte geschlossen, um den Betrieb zu konsolidieren. Dies deutet auf einen wachsenden Trend hin, dass Flughäfen drastische Maßnahmen ergreifen, um mit dem Personalmangel umzugehen.

Wartezeiten in Echtzeit: Ein bewegliches Ziel

Normalerweise liefert die MyTSA-App Schätzungen zur Wartezeit. Während des Shutdowns sind diese Daten jedoch unzuverlässig. Reisende sollten sich auf Flughafen-Websites, soziale Medien oder Tracker von Drittanbietern wie CNN verlassen, um die aktuellsten Informationen zu erhalten. Atlanta (ATL) und Dallas Fort Worth (DFW) gehören zu den Flughäfen, die immer noch Echtzeit-Updates bereitstellen.

Könnten Flughäfen schließen?

Die besorgniserregendste Möglichkeit ist die Schließung kleinerer Flughäfen aufgrund kritischer Personalengpässe. Der amtierende stellvertretende TSA-Administrator Adam Stahl hat gewarnt, dass vollständige Schließungen nicht ausgeschlossen seien, wenn die Fehlzeiten weiter zunehmen. Die Behörde stellte später klar, dass Schließungen nur dann erfolgen würden, wenn die Kontrollpunkte nicht besetzt werden könnten, die Bedrohung jedoch weiterhin real sei.

Das Ende des Shutdowns: Ein Unbekanntes

Die Lösung des Shutdowns hängt von den politischen Verhandlungen in Washington ab, denen derzeit die Dynamik fehlt. Je länger die Sackgasse anhält, desto gravierender werden die Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die bevorstehenden Weltcup-Veranstaltungen und die Sommerreisesaison könnten erheblich beeinträchtigt werden, wenn das Chaos anhält.

Wie sich dieser Shutdown von früheren unterscheidet

Frühere Abschaltungen wirkten sich auch auf Fluglotsen aus und belasteten das System zusätzlich. Allerdings wirkt sich dieser Shutdown in einzigartiger Weise auf die Mitarbeiter der TSA aus und stellt einen direkten Problempunkt dar, der bereits jetzt den Reiseverkehr beeinträchtigt.**

Was Reisende tun können

Es gibt kaum eine unmittelbare Möglichkeit für Reisende, außer deutlich früher als üblich am Flughafen anzukommen. Die Registrierung bei TSA PreCheck kann zu schnelleren Fahrspuren führen, aber selbst diese Linien können betroffen sein, wenn sich die Situation verschlimmert. Die effektivste Lösung könnte darin bestehen, nicht unbedingt notwendige Fahrten bis zum Ende der Schließung zu verschieben.

Die Situation bleibt fließend und unvorhersehbar. Flugreisende müssen sich auf Störungen vorbereiten und über die spezifischen Bedingungen ihres Flughafens informiert bleiben. Je länger die Schließung dauert, desto größer ist das Risiko eines weit verbreiteten Chaos und möglicher Flughafenschließungen.