Ein Flug in der ersten Klasse fühlt sich normalerweise wie eine Transaktion an. Sie zahlen. Du sitzt. Sie kommen an. SWISS versucht, dieses Drehbuch zu ändern.

Ich habe kürzlich ein First-Class-Ticket für den Airbus A350 auf der neuen SWISS Senses-Strecke von Zürich (ZRH) nach Boston gebucht. Mein Ziel? Um zu sehen, ob das Bodenspiel in Zürich die Flugmeilen rechtfertigt. Das tut es.

Hier ist die Wahrheit über die beiden unterschiedlichen Lounges im Hub.

Die Non-Schengen-Lounge (Terminal E)

Das ist das Schwergewicht für Langstreckenpassagiere. Es befindet sich im Terminal E. Es erstreckt sich über 750 Quadratmeter. Das sind rund 8.100 Quadratmeter Fläche, ausgelegt für 80 Personen.

Das Layout ist geteilt. Die Hälfte ist zum Faulenzen gedacht. Weiche Sitze. Schwaches Licht. Die andere Hälfte ist ein Restaurant und eine Bar mit Tischen. Stände. Lärm.

Aber der wahre Reiz? Die Terrasse.

Im Sommer ist der Außenbereich geöffnet. Es ist nicht nur eine Spielerei. Sie servieren dort besonderes Essen. Raclette. Eiscreme. Es fühlt sich an wie eine Terrasse in St. Moritz, nicht wie ein Flughafen. Im Winter ist es geschlossen. Fair genug.

Der Blick auf das Vorfeld ist scharf. Planespotter werden den Aussichtspunkt lieben.

Dann sind da noch die Schlafzimmer.

Zwei davon.

Ich habe in Flughafenlounges auf vier Kontinenten geschlafen. Die Matratze hier ist die weichste und bequemste, die ich je gesehen habe. Wenn Sie eine Verbindung bis spät in die Nacht haben, ist dies die einzig logische Wahl.

Die Schengen-Lounge (Terminal A)

Diese Lounge dient Kurzstreckenreisenden innerhalb der Schengen-Zone. Es befindet sich im Terminal A. Es ist 650 Quadratmeter groß. Auch 80 Sitzplätze.

Eigentlich bevorzuge ich dieses. Es ist neuer. Schlanker. Weniger überfüllt als Terminal E.

Es verfügt über die gleiche Zwei-Zonen-Einrichtung: Entspannungsbereich und Restaurant/Bar. Aber es fehlt die Terrasse. Keine Schlafzimmer. Keine Aussicht auf den Asphalt.

Also, warum sollten Sie hierher kommen?

Raucher.

Diese Lounge verfügt über ein ausgewiesenes Raucherzimmer. Sie servieren sogar Zigarren. In der anderen Lounge ist das Rauchen strengstens untersagt. Wenn Sie einen Zug brauchen, ist Terminal A Ihr Zufluchtsort.

Auch Arbeiter.

Diese Lounge verfügt über spezielle Arbeitsplätze. Der andere nicht. Wenn Sie vor dem Einsteigen Tabellenkalkulationen ausfüllen müssen, ist dies besser.

Hinzu kommt ein logistischer Vorteil. Terminal A verfügt über einen direkten Limousinen-Shuttle zum Terminal E. Alle 10 Minuten. Es läuft kontinuierlich. Wenn Sie am Terminal A einchecken und zu Ihrem Langstrecken-Gate gelangen müssen, nehmen Sie nicht den Zug. Du wirst gependelt.

Das Essen: Es ist wirklich gut

Hier hebt sich SWISS von der Masse ab. Beide Lounges bieten genau das gleiche Menü. Gleiche Weinkarte. Gleiche Servicestandards.

Ich würde behaupten, dass es hier das beste Essen aller Lounges der Welt gibt. Direkt hinter Air France La Premiere in Paris, wenn Sie kleinlich sind.

Der Service ist unerbittlich. Server wandern. Sie warten nicht darauf, dass Sie winken. Sie wissen es einfach.

Ich habe zum Testen ein Drei-Gänge-Mittagessen bestellt.

Zuerst Rindercarpaccio. Dazu gab es Käse, Rucola, getrocknete Tomaten, Kapern und eine Olivenpaste. Scharf. Frisch.

Zweitens Lachs. Gepaart mit Ackerbohnen, Romesco und Alpenkräutern. Perfekt zubereitet.

Zum Nachtisch gab es das typische Ovomaltine-Mousse. Es ist ein Kindheits-Nostalgie-Hit, der durch Schweizer Konditortechniken noch verstärkt wird.

Diesmal habe ich auf das Käsefondue verzichtet. Aber es steht auf der Speisekarte. Und es ist köstlich.

Kochkuss

Zugang zu den Lounges

Also, wer kommt rein?

Ein Ticket für die erste Klasse am selben Tag. Ob mit SWISS oder Lufthansa.

Doch die Regeln wurden verschärft. SWISS hat die Verfügbarkeit von First-Class-Prämien auf Miles & More Senators und höher beschränkt. Lufthansa hat die Bereitstellung von First-Class-Flächen für Partner-Vielfliegerprogramme vollständig eingestellt.

Bargeldkäufer gewinnen immer noch. Prämienreisende brauchen jetzt einen Elite-Status.

Das Fazit

Schreiben Sie die Schengen-Lounge nicht ab. Es ist ausgezeichnet. Sie verpassen die Welt nicht, wenn Sie Terminal E auslassen, es sei denn, Sie sehnen sich nach dem Bett oder dem Bier auf der Terrasse.

Beide Räume bieten ein Maß an Komfort, das fast ungerecht erscheint. Du gehst hinein, isst, entspannst dich und merkst, dass der Flug noch gar nicht begonnen hat.

Das Design ist herausragend. Das Essen hat Restaurantqualität. Die Annehmlichkeiten sind durchdacht.

Zürich bleibt der Goldstandard für europäische Abflüge.