Nikopol ist nicht nur eine weitere bulgarische Stadt auf der Landkarte. Es ist ein Ort, an dem Geschichte nicht nur passiert ist; Es wurde jahrhundertelang unter Schlamm, Krieg und wechselnden Flussufern begraben. Diese im Norden Bulgariens gelegene Siedlung liegt prekär an der Donau. Wenn Sie sich das Wasser genau ansehen, werden Sie erkennen, dass es in der Nähe auf den Fluss Osŭm (Ossăm) trifft. Direkt auf der anderen Seite des Wassers liegt Turnu Măgurele in Rumänien. Diese Grenze ist hier dünn. Der Fluss kümmert sich nicht mehr so ​​sehr um Politik.

Die Geschichte der Stadt beginnt mit dem byzantinischen Kaiser Heraklius I. im Jahr 629 n. Chr. Er baute sie als Festung. Noch heute können Sie die zerstörten Festungen sehen, die die Skyline dominieren. Sie sind bröckelnde Erinnerungen an eine Zeit, als die Kontrolle über die Donau die Kontrolle über den Balkan bedeutete.

Die Schlacht, die den Balkan veränderte

Warum wandern Geschichtsinteressierte nach Norden nach Nikopol? Aus einem Grund und nur aus einem Grund: 1396.

Der osmanische Sultan Bayezid I. schlug dort eine Kreuzfahrerarmee nieder. Die Kreuzfahrer wurden von König Sigismund von Ungarn angeführt. Es war ein Massaker. Die Niederlage bei Nikopol besiegelte das Schicksal der Region. Es folgte fünf Jahrhunderte lang die türkische Herrschaft über den Balkan. Das Echo dieser Schlacht ist hier immer noch schwer zu spüren.

Eine Stadt, die zweimal zerstört wurde

Nikopol war nicht immer ein ruhiges landwirtschaftliches Zentrum. Die Türken besetzten es von 1393 bis 1877. Während dieser Zeit befestigten sie es stark. Es wurde ein Verwaltungszentrum. Die Bevölkerung wuchs auf etwa 40.000 Menschen.

Dann kam das Jahr 1810. Die Russen zerstörten die Stadt. Es wurde ausgelöscht. Die Türken, die verzweifelt versuchten, die Kontrolle zu behalten, verlegten die Regionalregierung nach Nordwesten nach Vidin. Nikopol wurde dem Verfall überlassen. Nachdem es als Machtzentrum aufgegeben wurde, verfiel es rapide. Erst 1877 wurde es wieder befreit.

Was es jetzt zu sehen und zu tun gibt

Heute ist Nikopol klein. Die Bevölkerungszahl im Jahr 2001 lag bei 13.656. Es ist keine geschäftige Metropole. Es ist ein Ort des Fischfangs, der Landwirtschaft und des Weinbaus. Wenn Sie eine Reise planen, erwarten Sie keine Luxusresorts. Sie finden raue Landschaften und ruhige Häfen.

Der Hafen selbst wurde durch Somovit ersetzt. Suchen Sie hier nicht nach starkem Schiffsverkehr. Schauen Sie stattdessen auf das Wasser. Die Donau ist hier breit und langsam. Es fühlt sich uralt an.

„Nikopol ist ein Ort, an dem die Vergangenheit in den Ruinen sichtbar ist, die noch immer die Stadt dominieren.“

Logistik und Timing

Der Weg dorthin erfordert etwas Planung. Die Stadt ist im Vergleich zu Sofia oder Plovdiv abgelegen. Sie werden wahrscheinlich von der Hauptstadt nach Norden fahren oder über einen kleineren regionalen Knotenpunkt anreisen. Die Straßen können holprig sein. Die Landschaft ist flach. Die Aussicht auf den Fluss ist weitläufig.

Was ist wirklich sehenswert? Die Ruinen. Sie sind krass. Sie erinnern an das Ausmaß der Reichweite des Osmanischen Reiches. Sie können die alten Festungsmauern umrunden. Sie können am Flussufer sitzen und die vorbeifahrenden Boote beobachten. Hier herrscht eine leise Melancholie. Es entspricht der Stimmung eines Reisenden, der Stille dem Lärm vorzieht.

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